Marke Air Berlin vor dem Aus: Kaum jemand rechnet mit dem Fortbestand des Namens – auch wenn sich der Markenwert wieder etwas erholt hat (Printausgabe Horizont)

Fabian Muller - Deutschlands zweitgrößte Fluglinie Air Berlin befindet sich im freien Fall: Nach dem vergangene Woche gestellten Insolvenzantrag geht es nicht nur um die Zukunft des Unternehmens, sondern auch um die der Marke. Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann rechnet nach dem Verkauf an einen oder mehrere potenzielle Eigentümer nicht mit dem Fortbestand des Namens.

Dabei bedeute „eine durchentwickelte, geschützte und bekannte Marke“ trotz aller Probleme und negativer Erfahrungen immer noch einen Wertgegenstand, sagt Walter Brecht, Managing Partner der Markenberatung Spirit for Brands. Die Diskussion, ob die künftigen Eigentümer der Fluglinie versuchen, die Marke Air Berlin nochmals zu reparieren, oder sie aufgeben, sei daher „keine Frage des Bauchgefühls, sondern ein Business Case mit Kommunikationsinvestitionen“.

 

Dafür wäre allerdings wohl ein großes Budget nötig. Darauf deuten zumindest die Markenwert-Analysen von Spirit for Brands und der Schweizer Experten von The Brand Ticker hin: Seit dem Tiefstand im April 2017, als die Marke nur noch rund 3 Millionen Euro wert war, hat sich diese Zahl Anfang dieser Woche wieder auf knapp 8 Millionen Euro berappelt – im Umfeld der Billigflieger ist das aber immer noch der schwächste Wert.

 

Für die leichte Erholung sorgt vorrangig der von den Experten ermittelte Treiber „Verlässlichkeit“. Laut Brecht ist das aber nicht als Folge einer verbesserten operativen Performance der Marke zu interpretieren, sondern als Reaktion der Urlauber auf die Vermeidung des größten Schreckens: eines kompletten Groundings von Air Berlin.

 

Fabian Muller - Deutschlands zweitgrößte Fluglinie Air Berlin befindet sich im freien Fall: Nach dem vergangene Woche gestellten Insolvenzantrag geht es nicht nur um die Zukunft des Unternehmens, sondern auch um die der Marke. Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann rechnet nach dem Verkauf an einen oder mehrere potenzielle Eigentümer nicht mit dem Fortbestand des Namens.
Dabei bedeute „eine durchentwickelte, geschützte und bekannte Marke“ trotz aller Probleme und negativer Erfahrungen immer noch einen Wertgegenstand, sagt Walter Brecht, Managing Partner der Markenberatung Spirit for Brands. Die Diskussion, ob die künftigen Eigentümer der Fluglinie versuchen, die Marke Air Berlin nochmals zu reparieren, oder sie aufgeben, sei daher „keine Frage des Bauchgefühls, sondern ein Business Case mit Kommunikationsinvestitionen“.

Dafür wäre allerdings wohl ein großes Budget nötig. Darauf deuten zumindest die Markenwert-Analysen von Spirit for Brands und der Schweizer Experten von The Brand Ticker hin: Seit dem Tiefstand im April 2017, als die Marke nur noch rund 3 Millionen Euro wert war, hat sich diese Zahl Anfang dieser Woche wieder auf knapp 8 Millionen Euro berappelt – im Umfeld der Billigflieger ist das aber immer noch der schwächste Wert.

Für die leichte Erholung sorgt vorrangig der von den Experten ermittelte Treiber „Verlässlichkeit“. Laut Brecht ist das aber nicht als Folge einer verbesserten operativen Performance der Marke zu interpretieren, sondern als Reaktion der Urlauber auf die Vermeidung des größten Schreckens: eines kompletten Groundings von Air Berlin.

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